Die Wissenschaft hinter Pulsetto
Verstehe, wie dein autonomes Nervensystem zwischen „Kampf oder Flucht“ und „Ruhe und Verdauen“ wechselt, und wie Pulsetto die Vagusnerv-Stimulation dabei unterstützt. Profitiere von besserer Stressbewältigung, erholsamem Schlaf und stabiler Leistungsfähigkeit.
Wenn „gestresst“ das neue Normal wird
Die meisten Menschen fühlen sich nicht übermäßig gestresst, sondern festgefahren. Sie schlafen unruhig, erholen sich nur langsam, sorgen sich oft, haben Verdauungsprobleme und kämpfen mit den Anforderungen des Alltags. Der gemeinsame Nenner? Ein Nervensystem, das nach Stress nur schwer wieder runterfährt (1–3).
Kampf oder Flucht vs. Ruhe und Verdauen
Dein Körper verfügt über ein automatisches Kontrollsystem, das ständig zwischen dem „Aktionsmodus“ (Stress und Aktivität) und dem „Erholungsmodus“ (Ruhe und Regeneration) wechselt.Stehst du permanent unter Stress und/oder erholst dich nie vollständig, bleibt dein System in diesem Aktionsmodus gefangen, wodurch es schwieriger wird, wirklich runterzufahren, selbst wenn du es versuchst (1–4).
Warum der Vagusnerv wichtig ist
Der Vagusnerv kommuniziert direkt mit dem Gehirn. Dabei überträgt er Signale, die deine Stressreaktion, deinen Schlaf, deine Herzfrequenz und deine Darmfunktion koordinieren. Durch die Stimulation dieses Nervs hilfst du, ein gesundes Gleichgewicht herzustellen (1,4,5).
|Nicht-invasive Stimulation des Vagusnervs:| ein wachsender Forschungsbereich
Die Vagusnervstimulation nutzt kontrollierte elektrische Impulse, um eben diese neuronalen Signalwege zu aktivieren. Nicht-invasive Ansätze – bei denen eine sanfte Stimulation transkutan am Hals erfolgt – werden derzeit intensiv hinsichtlich ihrer messbaren Effekte auf Stressmarker und Leistungsparameter untersucht (5–8).
Wissenschaftliche Beweise
Was die Studien von Pulsetto bisher zeigen konnten – wissenschaftliche Grundlagen, Methoden und Ergebnisse
Ein wissenschaftlicher Überblick über die nicht-invasive zervikale Vagusnervstimulation (nVNS) und die Evidenz zu Pulsetto – inklusive physiologischer Grundlagen, Wirkmechanismen sowie den Ergebnissen einer randomisierten Open-Label-Studie zum Vergleich einseitiger (unilateraler) und beidseitiger (bilateraler) Stimulation.
A randomized, open-label, parallel-group, comparative study designed to evaluate the use of Pulsetto for psychological stress, anxiety, and disturbed sleep in individuals.
|Ziel:| Untersuchung der Effekte von Pulsetto auf selbstberichtete Stress- und Angstwerte sowie die Schlafqualität und auf biologische Stressmarker (Haar-Cortisol und -Cortison) sowie die Prüfung, ob die bilaterale Stimulation der unilateralen überlegen ist.
- Nach vier Wochen der tVNS mit Pulsetto berichteten die Teilnehmer*innen von signifikanten Verbesserungen bei Depression (PHQ-9), Angstgefühlen (GAD-7) und Schlafqualität (PSQI).
- Besonders auffällig war die bilaterale Stimulation bei den Stress-Biomarkern: Das Haar-Cortisol nahm unter bilateraler tVNS signifikant ab, während die einseitige Stimulation keine signifikante Veränderung zeigte.
- Das Haar-Cortison zeigte insgesamt einen Trend zur Reduktion und korrelierte moderat mit den Cortisolveränderungen, was auf ein gemeinsames Stress-Physiologie-Signal (HPA-Achse) hinweist.
Acute Transcutaneous Cervical but not Auricular Vagus Nerve Stimulation Increases Alpha Wave Brain Activity and Lowers Arterial Blood Pressure
|Ziel:| Prüfung der Assoziation zwischen nicht-invasiver transkutaner zervikaler Vagusnervstimulation (cVNS) und Veränderungen des arteriellen Blutdrucks sowie der frontalen EEG-Aktivität im Vergleich zu aurikulärer VNS und keiner Intervention.
- Die zervikale, nicht jedoch die aurikuläre VNS war mit einer Reduktion des systolischen Blutdrucks assoziiert.
- Die cVNS zeigte einen Trend zu erhöhter frontaler EEG-Alpha-Aktivität.
- Über die Interventionen hinweg wurden keine Veränderungen der Herzfrequenz beobachtet.
Evaluating the Efficacy of Bilateral Non-Invasive Vagus Nerve Stimulation in Reducing Migraine Symptoms: A Prospective Observational Study
|Ziel: |Untersuchung, ob bilaterale nicht-invasive Vagusnervstimulation (BnVNS) migränespezifische Parameter (Häufigkeit, Schmerzintensität und Anzahl der Schmerztage) verändert, sowie explorative Untersuchung von Effekten auf Stimmung, Stress und migränebezogene Lebensqualität über einen Interventionszeitraum von sechs Wochen.
- Die bilaterale nicht-invasive Vagusnervstimulation (BnVNS) war mit einer Reduktion der Migränehäufigkeit um 40,35 % und einer Abnahme der Schmerzintensität um 42,46 % assoziiert (p < 0,001 für beide).
- Die Anzahl der Schmerztage verringerte sich über den Interventionszeitraum um 27,66 %.
- Die Teilnehmer*innen berichteten über Verbesserungen von Stimmung (13,89 %) und Stress (20,29 %), während die migränespezifische Lebensqualität um 9,48 % abnahm, möglicherweise beeinflusst durch externe Lebensstressoren.
Non-Invasive Vagus Nerve Stimulation (nVNS) for Pain Management in Bechterew Disease (Ankylosing Spondylitis): A Prospective Open-Label Pilot Study (Pulsetto)
|Ziel:| Explorative Untersuchung, ob die nicht-invasive Vagusnervstimulation (nVNS) mittels Pulsetto bei Morbus-Bechterew-Patient*innen Verbesserungen der Schmerzintensität und alltagsrelevanter Symptome (Versteifung der Wirbelsäule, Beweglichkeit, Schlaf, Stimmung, Konzentration) bewirkt.
- Die meisten Teilnehmer*innen berichteten nach der Stimulation von einer verminderte morgendliche Steifheit der Wirbelsäule.
- Die Gelenkschmerzen nahmen nach der Stimulation deutlich ab, und die Reduktion war statistisch signifikant (p < 0,001).
- Die Wirbelsäulenbeweglichkeit verbesserte sich im Allgemeinen, wobei Zunahmen deutlich häufiger als Abnahmen berichtet wurden.
- Die Schlafqualität und Stimmung verbesserten sich bei einem bedeutenden Teil der Teilnehmer*innen, während die meisten anderen keine Veränderung angaben und nur wenige von einer Verschlechterung berichteten.
Aufruf an alle Forschenden
Lass uns zusammenarbeiten, um langfristig echte Fortschritte zu machen. Kontaktiere uns, um die Möglichkeit einer Partnerschaft zu besprechen – wir freuen uns darauf, mehr über deine Forschung zu erfahren.
Referenzen
- Thayer JF, Lane RD. A model of neurovisceral integration in emotion regulation and dysregulation. J Affect Disord. 2000;61(3):201–216. doi:10.1016/S0165-0327(00)00338-4. Available from: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11163422/
- Porges SW. Cardiac vagal tone: a physiological index of stress. Neurosci Biobehav Rev. 1995;19(2):225–233. doi:10.1016/0149-7634(94)00066-A. Available from: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7630578/
- Thayer JF, Mather M, Koenig J. Stress and aging: A neurovisceral integration perspective. Psychophysiology. 2021;58(7):e13804. doi:10.1111/psyp.13804. Available from: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33723899/
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- Soltani D, Azizi B, Sima S, et al. A systematic review of the effects of transcutaneous auricular vagus nerve stimulation on baroreflex sensitivity and heart rate variability in healthy subjects. Clin Auton Res. 2023;33(2):165–189. doi:10.1007/s10286-023-00938-w. Available from: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37119426/
- McIntire LK, McKinley RA, Goodyear C, McIntire JP, Brown RD. Cervical transcutaneous vagal nerve stimulation (ctVNS) improves human cognitive performance under sleep deprivation stress. Commun Biol. 2021;4(1):634. doi:10.1038/s42003-021-02145-7. Available from: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34112935/
- Jigo M, Carmel JB, Wang Q, Rodenkirch C. Transcutaneous cervical vagus nerve stimulation improves sensory performance in humans: a randomized controlled crossover pilot study. Sci Rep. 2024;14(1):3975. doi:10.1038/s41598-024-54026-8. Available from: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38368486/
- Zhang S, Zhao Y, Qin Z, et al. Transcutaneous auricular vagus nerve stimulation for chronic insomnia disorder: A randomized clinical trial. JAMA Netw Open. 2024;7(12):e2451217. doi:10.1001/jamanetworkopen.2024.51217. Available from: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39680406
